1. Lotte ist krank
2. Der Alltag/ >Bei anderen ist es ja ganz anders<
Heute habe ich mal ein kurzen Beitrag. Krank sein ist immer doof, also möchte ich mich mit sowas ungerne lange befassen. Verständlich oder?
Sommer war voll da! Lotte entwickelte sich wirklich prächtig. Bis wir dann, von heute auf morgen DAS bei ihr sahen:

Sofort fuhren wir, nach telefonischer Terminabsprache, zum Tierarzt. Er untersuchte Sie und erläuterte uns alles Weitere.
Das war ein ganz schön großer Schreck, als wir die Diagnose bekamen. 🙁
Da es nur eine Möglichkeit gab, und zwar eine chirurgische Reposition (Zurückverlagerung) der Nickhaut unter Vollnarkose, musste sie leider dort bleiben. Also kam mein Mann ohne mein Baby nach Hause. Er musste der „Böse“ sein und Sie zum Tierarzt fahren. Wir verblieben mit dem Tierarzt so, dass er sich telefonisch bei uns meldet, sobald die OP beendet war und Lotte aus der Narkose aufwachte. Dies tat er dann auch. Wir fuhren sofort hin. Etwas wackelig auf den Beinen kam sie mir buchstäblich entgegengeflogen! Mein kleines tapferes Mädchen war endlich wieder da.
Es ging dann ganz schnell wieder nach Hause. Wir mussten ca. 30 Min. mit dem Auto fahren. Sie hat nicht gespuckt oder unter sich gemacht. Alles ging gut.


Wir mussten alle 3 Tage bei dem Tierarzt anrufen, berichten wie es Lotte geht und natürlich auch wie das Auge aussieht. Das fanden wir ganz angenehm. Immer diese Tortur, rein ins Auto zum Tierarzt, dort warten und wieder zurück nach Hause, konnten wir unserer Lotte so ersparen. Natürlich wäre man gefahren wenn etwas nicht mit Ihr stimmt, aber Gott sei Dank war das nicht der Fall.
Wie man auf den Bildern gut sehen kann hat Lotte alles gut überstanden und konnte den Sommer weiter genießen.
Kennt Ihr sowas auch? Mussten eure Hunde auch schonmal unter Vollnarkose operiert werden? Wie haben sie es überstanden?
Der Alltag/ >Bei anderen ist es ja ganz anders<

Ja, leider kann man nicht immer Urlaub machen, frei nehmen oder zur Hundeschule gehen oder oder oder. Würde ich gerne, leider muss aber auch ich ab und zu arbeiten 🙁
Da ich auch in meiner Heimatstadt arbeite, ist es nicht schwer in Blitzgeschwindigkeit den Hammer fallen zu lassen und ab gehts nach Hause! Zuhause angekommen muss ich mich natürlich auch um Haushalt kümmern, Hausaufgaben kontrollieren und was sonst noch so ansteht.
Aber richtig abschalten und alles hinter mir lassen kann ich erst, wenn ich meine „Ausgehsachen“ anziehe.
Meistens wissen die Hunde sofort Bescheid! Mama zieht diese Jacke und diese Hose an?!?! Dann gehts gleich ab nach draußen. Ich bin in der ersten Zeit eigentlich meist denselben Weg gegangen. Lotte sollte sich erst einmal an alles gewöhnen, der Rückblick nach Hause war immer mal wieder da. Das legte sich relativ schnell. Das Haus war nicht mehr zu sehen und die Neugier besiegte die Angst dann doch.
Wir konnten gehen, sie entspannt schnuppern oder eben auch spielen.
Dabei kam das nächste Thema auf: Zuhause das üben, was wir als „Hausaufgaben“ von der Trainerin aufbekamen.
Erst ein bisschen spielen, dann kam mal die Leine, Rückruf, Sitz, Down, Bleib und so weiter…
Erklärt mal so einer kleinen Maus, das ich gerade super interessant sein soll und das es total viel Spass macht mit MIR zu üben/spielen und nicht der Fussel, der da direkt vor ihrer Nase liegt! 🙂
Ihr könnt euch absolut nicht vorstellen, wie Lotte so manche Male die Arschruhe weg hat! Sie setzt sich hin und guckt gefühlt minutenlang einen Fussel an. Ganz egal, ob er sich nun bewegt, oder einfach nur da liegt. Und das macht sie echt bei allem!!!!
>>Vögel?!? Ich setze mich mal kurz hier hin und gucke, kannst mich ja später abholen!<<





Naja gut, mit anfänglichen Problemchen konnten wir auch das meistern. Wie es wohl des Öfteren so ist, man macht einen Schritt vorwärts und 2 Schritte zurück! Nun ja, auch das gehört wohl dazu. Nein Quatsch, ich vergass, das ist nur bei mir so! 😉
Bei anderen ist ja alles ganz anders!
Versteht mich nicht falsch ich will hier jetzt verallgemeinern aber…
Ich würde ja mal sagen, so wie es bei Kleinkindern, nein bei Säuglingen ist und bis ins hohe Alter anhält, ist es auch bei Hunden. Ich würde sogar so weit gehen, dass man dieses Phänomen in jedem Bereich hat.
Wenn ich zum Beispiel anfange:
„Mein Kind ist mit ca. 1 Jahr gegangen.“
„Oh mein Gott, ne also mein Kind ist ja schon mit 8 Monaten gegangen…!“ …..Versteht ihr was ich meine? Das zieht sich echt mit allem so durch! Wirklich allem!
Ich weiß natürlich selbst, dass ich Lotte jetzt noch super händeln kann und das sie jetzt alles lernen muss was man so lernen kann. Und wir dürfen dabei aber auch nicht vergessen, dass sie noch ein Baby ist. Aber Gott sei Dank habe ich auch hier wieder „Helikopterhundeeltern“ die einem sagen: „ Ne, also das geht gar nicht, du musst das ziehen sofort unterbinden!!! Stell dir mal vor was das werden soll, wenn sie größer ist???“ 🙂 Aha …
Na Gott sei Dank hab ich da so eine -> Klugscheisserantwort<- bekommen. Da wäre ich ja niemals im Leben drauf gekommen…
Oh man Leute…
Dieses hier ist ja nur mal ein Beispiel. Ganz egal mit wem man schreibt oder mit wem man mal über das eine oder andere spricht, meistens kommen solche Antworten. Es ist mir schon total oft aufgefallen dass es bei den meisten Leuten scheinbar perfekt läuft. Das Leben -> perfekt, Tiere-> perfekt, Kinder-> perfekt. Versteht mich nicht falsch, ich bin echt eine Person, der das so ziemlich egal ist, wie es bei den Leuten hinter den Kulissen aussieht. Denn letztendlich belüge ich mich ja nur selbst. Aber mich nervt es einfach penetrant, dass wenn Fragen oder sogar Hilferufe kommen, die Leute das auf sich beziehen und eben solche bescheuerten Antworten geben. Wie eben in meinem Beispiel! Hat mich diese Aussage nun weiter gebracht? NEIN! Es war einfach nur total sinnlos, danke dafür. Wieso kann man nicht einfach mal hinhören und Ratschläge geben. Stattdessen kommt: „Bei mir….“
Ach übrigens ist es dabei egal, ob man sowas nun bei Facebook und Co. ließt oder persönlich Zuhören bekommt.
Nun gut, genug ausgekottert. 🙂 Schluss endlich kann ich einfach nur üben, üben und üben. Auch wenn es später mit einer 8 Monate alten Dogge bisschen doof aussieht, an der Leine vorzugehen und sie mit Leckerei in der Hand und total übertriebener Stimme zu loben. Egal, Hauptsache ich kann mit meiner ausgewachsenen Dogge später spazieren gehen ohne permanent Angst zu haben, dass gleich etwas „Schlimmes“ passieren könnte. Oder das man sein Leben selbst einschränkt, weil man mit ihr nirgendwo hingehen kann. Das wäre der absolute Super-GAU!
Letzten Endes denke ich, dass jeder >seinen< richtigen Weg finden muss, um seinen Hund zu erziehen.
Aber gut, es bleibt spannend, wie sie sich weiterhin so führt.
Ich muss sagen, dass war mal richtig gut seinen Gedanken freien Lauf zu lassen….
Nächsten Samstag gehts um unseren ersten Sommerurlaub mit Lotte Teil 1.
Bis dann eure Susi mit 8 Pfoten

