Nach ein paar Monaten aneinander gewöhnen sollte es dann in den Urlaub gehen. im Caravan, natürlich mit den Hunden.
Dazu brauchten wir einen Fahrrad- Anhänger!
Sowas hatten wir noch nicht mal für unsere Kinder…
Naja gut, also ab an den Lappi und das Internet durchforsten.
KEIN wirklicher Erfolg! Dank Corona hatten anscheinend sehr viele diese Idee.
Wir wollten gleich einen für eine ausgewachsene Dogge kaufen. Solche Anschaffung ist ja sehr kostspielig, daher gleich einen großen „Anhänger“, aber dieser Gedanke entpuppte sich als sehr schwierig. Lucy und Lotte sind ja immer dabei und bei ausgiebigen Touren haben wir dann das gleiche Problem wie im Welpenalter. Ein alter Hund kann keine großen Touren mehr machen….
Viele Hersteller schreiben „für große Hunde geeignet“. Leider ist das nicht gleichbedeutend mit „für deut. Doggen geeignet“! Wir haben dann einen Hersteller gefunden, der die passende Größe anbietet, aber wie sollte es anders sein, nicht mehr auf Lager ist.
Ausweichmöglichkeit?…
🙁 Da unser Urlaub immer näher rückte, entschieden wir uns einen „einfachen“ grossen Anhänger zu kaufen.


Anhänger- Buggy gefunden und bestellt. Die Lieferung klappt schnell und unproblematisch. Lotte ging rein, Papa baute weiter auf und der Hund ist doch tatsächlich darin eingeschlafen!



Wir haben das dann auch so belassen. Wir versuchten den Wagen einigermassen zu fixieren, sodass er eben nicht bei jeder Bewegung hin und her rollte. Dabei blieben wir aber immer direkt in der Nähe um gleich eingreifen zu können, sobald sie raus wollte. Das klappte ganz gut. Die nächsten Tage übten wir fleißig mit Lotti. Einfach mal mit dem Wagen gehen und sie konnte hinterher laufen. So konnte sie ganz alleine entscheiden wann sie sich den Anhänger nähern will oder nicht.
Jeden Tag aufs neue, erst im Stand, dann mit schieben und zum Schluss ans Fahrrad. Eine kleine Radtour folgte! Was heißt Fahrradtour, eigentlich die Strasse auf und ab fahren und gut ist. Erstaunlicher Weise störte Lotti das überhaupt nicht. Ganz ohne Zwang und mit viel Leckerlies.
Wo soll es denn hingehen? Italien, Spanien, Kroatien…wollten wir noch nicht.
Erstens gab es ja noch dieses komische Ding namens Corona und zweitens wollten wir nicht den ersten Urlaub mit Klein-Lotte so weit weg fahren.
Auf die Plätze fertig los…..
Wir fuhren mit dem vollbeladenen Caravan erst einmal in Richtung Potsdam. Schloß Sansoucci war nach 2.5 Stunden Fahrt fast erreicht. Lotte hatte überhaupt keine Probleme mit dem Autofahren. Eigentlich verschlief sie die gesamte Fahrt. Ich weiss nicht ob Lucy ihren Teil dazu beigetragen hat, oder ob Lotte das einfach so ziemlich sch… egal ist. Frei nach dem Motto „Hauptsache Mama und Papa sind dabei“.
Nachdem wir angekommen waren, haben wir noch einen kurzen Spaziergang gemacht, gegessen und dann war es schon Zeit für die Molle. Morgen gehts dann in den Schlosspark.
Jetzt gehts endlich los. Wir machten uns fertig und bauten den Anhänger zum Buggy um. Lotte ging erst einmal in den Wagen. Zum Anfang war es noch relativ ruhig, was uns eigentlich in die Karten spielte. Wir haben Lotte, mit Leine ausgestattet, rausgelassen und an ein bisschen schnüffeln lassen. Natürlich war allllleeeesssss sehr interessant, aber auch ziemlich anstrengend. Sobald sie langsamer wurde kam sie dann auch wieder in den Anhänger. Dort konnte sie ihre Mini- Batterie wieder aufladen.
Mit Sicherheit haben ein paar Leute bestimmt gedacht, dass wir doch ne Vollmeise haben. Zu unserer Schande, wir dachten das immer, wenn uns Leute mit so einem Anhänger entgegen kamen. Aber gut, was will man machen. Es ist wie es ist! 🙂 Wir haben auch sehr viele positive Gespräche geführt. Es waren echt viele, die unsere Lotte begutachten und natürlich auch fragten. Wie alt, welche Rasse und so weiter. Oder einfach nur:“ Ohhh ist die Süss…“
Auf jeden Fall kann ich sagen, dass unser erster Tag mit dem Buggy ein voller Erfolg war! Ich kann absolut nichts schlechtes finden. Wir mussten uns nicht nach dem Tempo von Lotte richten. Wenn es nicht mehr ging, dann ging es halt ab in den Buggy.
Restaurantbesuche durften, sofern dank Corona möglich, auch nicht fehlen. Da kamen die Hunde selbstverständlich mit. Lotte muss ja lernen ruhig und artig auf ihrem Platz zu bleiben, bis WIR fertig sind, aber da Lucy mit war, konnte sie sich gut nach ihr richten.Sie schaut sehr viel nach Lucy. Dabei schaut sie sich leider nicht nur gute Dinge von ihr ab. Lucy ist manchmal ein kleiner „Kleffer“. Lotte bellt nicht mit, Gott sei Dank, aber trotzdem ist sie dann zu 100% da und schaut sich die Situation ganz genau an. Nicht dramatisch, aber da muss man sofort eingreifen. Nicht los schreien, denn ich habe in der Vergangenheit gelernt, dass das die Hunde noch mehr anheizt.
>Mama „bellt“, dann gebe ich noch eine Zugabe.< 🙂
Der erste Urlaubstag war sehr sehr schön. Wir haben sehr viele positive Eindrücke einfangen können. Ein gelungener Urlaubsstart. Wir haben den Abend ruhig ausklingen lassen. Am nächsten Morgen machten wir uns auf den Weg in Richtung Bitterfeld an den an den großen Goitzchesee.
Hier war es sehr ruhig. Ich muss dazu sagen, dass wir in der Nebensaison gefahren sind. Vorläufig das letzte Mal, da unser Sohn eingeschult wird. Dann heißt müssen wir leider wieder in der Ferienzeit Urlaub machen. 🙁 Der Stellplatz (Parkplatz Bernsteinweg/B183) war sehr weitläufig und ruhig. Hunde waren dort erlaubt. Perfekt für uns. Nicht viele Camper waren dort, somit hatte jeder ausreichend viel Platz. Wenn man Ruhe haben möchte, kann ich den Platz wirklich empfehlen. Nichts mit viel Schischi.
Wir machten uns gleich auf den Weg zum See, welchen wir perfekt von unserem Camper aus sehen konnten. Dann kam es, wie es kommen musste. Am gesamten See > Hunde verboten!!!<
Warum auch immer. Kann man nicht einfach, so wie am Rad- und Gehweg, Leinenpflicht verordnen und gut?
Ok, ganz ohne Tamtam suchten wir uns eine abgelegene Stelle, in der Hoffnung die Hunde dort etwas ans Wasser gehen zu lassen. Dadurch das nicht wirklich viele Leute dort waren, war es nicht wirklich schwer einen ruhige Stelle zu finden. Ich muss dazu sagen, dass die wenigen Camper, die da waren, alle wenigstens 1 Hund dabei hatten, und auch die haben einen ruhigen Platz für sich und ihre Vierbeiner gesucht. Kopfschütteln wegen den Verbotsschildern war also vorprogrammiert.
Im Prinzip ist es das Gleiche, wenn man ein Platz sucht mit dem Zusatz Kinder-/Familienfreundlich. Man kommt im Sommer an, sieht das schöne Wasser und dann kommt ein Schild Baden verboten! So ungefähr geht es uns Hundehaltern.
Und wenn wir mal ganz ehrlich sind, ist das nicht wirklich zeitgerecht, denn es werden immer mehr Hundehalter, die mit ihren Lieblingen natürlich auch Urlaub machen wollen. Ganz gleich ob im Ferienhaus, Camper, Hotel etc., da muss man noch viel offener werden. Mit Sicherheit gibt es auch bei den „Hundeeltern“ einige schwarzen Schafe, aber im Großen und Ganzen kann man doch etwas lockere Verordnungen erwarten.
Naja egal, wir haben auf jeden Fall einen ganz tollen Platz gefunden. Wir haben uns spontan dazu entschlossen gleich 2 Tage hier zu bleiben. Der See war sauber und klar. Für unseren Sohn ist eigentlich nur eins wichtig, WASSER. Mehr braucht er nicht, also ist für ihn der Platz super! 😉



Ach ja, um den See ist ein Radweg, der wirklich sehr sehr schön ist. Ab und an kann man auch eine kurze Pause zum erfrischen ( Wasserstellen/ Restaurants/ Bars) machen.

Da Lotte doch wirklich anfing etwas zu kränkeln, haben wir gleich mal nach Tierärzten in der Umgebung gesucht. Davon gibts dort zu Genüge.Bei Bedarf kann man sich einen aussuchen.
Nach 2 entspannten ruhigen Tagen sind wir weitergefahren. Wir fuhren in Richtung Freyburg an der Unstrut.
Angekommen und gleich die wunderschönen Weinberge begutachtet. Wirklich eine ganz tolle Gegend.




Ich blieb mit den Hunden beim Caravan. Da Lotte nach wie vor etwas kränkelt, haben wir entschieden, dass wir uns dieses mal etwas trennen. Mein Mann und mein Sohn haben eine Fahrradtour gemacht und ich blieb mit den Hunden am Caravan. Lotte konnte sich so ausruhen, und mein Sohn musste nicht auf einen schönen Tag verzichten und im Auto „versauern“.
Später waren wir wieder vollzählig und konnten gemeinsam den Tag ausklingen lassen. Selbstgemachte Burger… mhhhh lecker :P… und im Anschluss Brettspiele. Das war super.
Bevor es ins Bettchen / Körbchen geht, gehen wir noch mal Pipi machen. 🙂 Jetzt sind wir alle müde und gehen ins Bett. Morgen gehts dann weiter in Richtung Bad Kösen an der Saale.
Aber dazu nächsten Samstag mehr, bis dahin Eure Susi mit 8 Pfoten

