Für unsere Hunde ist, genau wie für den Wolf, die Nahrungsaufnahme neben der Fortpflanzung eines der wichtigsten Bedürfnisse.
GU Barf für Hunde
Wir fangen ja gerade erst an.
Dieses Thema ist sehr kompakt. Ich habe schon sehr viel vom Barfen gelesen. Wie es andere handhaben, was Fachkräfte dazu sagen, was sagt mein Tierarzt dazu…und so weiter…
In diesem Beitrag möchte ich lediglich meine gesammelten Erfahrungen mit euch teilen.
Jeder macht es im Prinzip anders, denn nicht jeder Hund ist gleich! Es gibt Junghunde, Senioren, Erwachsene, grosse und kleine Hunde, Allergiker und kranke Hunde. (Ich möchte jetzt nun nicht wirklich alle aufzählen)
Ich denke hier liegt auch das „Problem“, wenn ich es überhaupt als Problem betiteln kann. Denn im Laden kann ich ganz einfach ans Regal gehen und das was mein Hund braucht kaufen.
Wenn ich zum Beispiel Trockenfutter gebe, habe ich meistens gleich eine Tabelle wo man erlesen kann, wieviel mein Hund benötigt.
So etwas habe ich beim Barfen natürlich nicht sofort zur Verfügung. Ich habe mich mal bei gemacht und eine Liste erstellt. Was braucht meine deutsche Dogge am Tag:

Lotte ( Gewicht 56 Kilogramm : 2%)
| Futtermenge | Tierischer Anteil (80%) | Pflanzlicher Anteil (20%) | Öl | |
| Morgens | rund 373g gesamt | rund 299g | rund 75g | 1 TL |
| Mittags | rund 373g gesamt | rund 299g | rund 75g | 1 TL |
| Abends | rund 373g gesamt | rund 299g | rund 75g | 1 TL |
| Futtermenge gesamt | 1120g( 2%) | 896g | 224g | 3 TL |
Wie man in meiner Tabelle erkennen kann, braucht Lotte täglich eine Futtermenge von ca. 1120g ! Wie ich auf diese Summe komme, kann man hoffentlich in der unteren Tabelle gut erkennen.
Mal kurz am Rande meinerseits….


Bitte nehmt nicht immer alles so penibel genau. Wenn ihr einen Tag nicht sooo aktiv seid, dann braucht der Hund auch nicht unbedingt ganz genau diese Menge an Futter. Wenn ihr etwas aktiver seid, dann darf es durchaus auch mal etwas mehr sein…
Wie komme ich auf diese Futtermenge gesamt?
Rechnung:
56000g x 2 = 112000 / 100= 1120g
| Gewicht des Hundes in Gramm (g) | 56000 |
| Futtermenge in % vom Körpergewicht | 2 |
| Tagesration in Gramm (g) | 1120 |
Das ist jetzt nur auf Lotte bezogen!
Ich kann diese Rechnung nicht bei jedem Hund nutzen, denn auch hier gibt es Unterschiede. Wie eben das Alter, Aktivität undGewicht. Manchmal sogar was möchte ich? Zum Beispiel bei einem Übergewichtigen Hund. Da muss ich wieder die Futtermenge anpassen. Bei Welpen ist es noch schwieriger. Das schöne am Barfen ist, dass man es ganz einfach und gesund auf den Hund anpassen kann.


Als Lotte ein Welpe war, habe ich sie nicht gebarft. Ab und zu gab es Fleisch, aber Hauptmahlzeit war ihr Trockenfutter. Dort ist alles drin, was der Hund braucht. Bei Welpen muss man eigentlich wöchentlich die Menge umstellen. Und wenn man es ganz genau nehmen will, dann müsste man wöchentlich Blut abnehmen lassen.
Ist der Bedarf gedeckt? Muss ich was ändern? Versteht mich nicht falsch, ich finde es ganz toll, wenn der Hund von Anfang an gebarft wird, aber für mich persönlich war es ein absolutes NEIN! Dahinter MUSS soviel Wissen stecken.
Ich habe viel zu wenig Ahnung von alledem gehabt. Da reicht es auch nicht 1 oder 2 Internetseiten aufzurufen und sich dort zu belesen, um dann zu sagen, ich barfe von Anfang an. Ich hatte einfach Angst zu viel falsch zu machen, denn gerade in der Wachstumsphase sind die kleinen Körper auf soviel angewiesen. Nein, nein, nein!
Wie klappt es mit dem Barfen?
Bei Lotte gibt es nichts auszusetzen. Wir haben sie von Anfang an von Allem das eine oder andere Mal kosten lassen. Demzufolge gibts da keine Probleme. Lotte frisst bis jetzt ALLES!
Bei Lucy wiederum sieht es ein bisschen anders aus, da Lucy von Anfang an Nassfutter bekommen hat. So kennt sie auch nur dieses und tut sich relativ schwer mit ganz neuen Sachen. Na klar bekam Lucy schon damals mal Mittagsreste oder Banane oder Nüsse oder Innereien oder oder oder…
…aber…
… nichtsdestotrotz ist Sie da ganz anders. Petersilie zum Beispiel kann klitzeklein in ihrem Futter sein. Das wird fein säuberlich rausgeholt. Banane isst sie gar nicht.
Lotte wiederum geht bei Banane ab wie ein Zäpfchen.
Ich will damit nur sagen, dass jeder Hund Individuell ist. Genauso wie wir Menschen. Man muss sich dem zufolge etwas anpassen. Einfach ausprobieren. Entweder sie lieben es -> dann kommt es auf die Liste oder sie gucken es nicht mal mit dem Allerwertesten an, dann weg!
Was ist nun „besser“? Selber machen oder doch „fertig“ kaufen?
Nun da bin ich noch in meiner Findungsphase. Klar wäre es echt einfach etwas zu kaufen und fertig, aber auch hier gibt es in meinen Augen pro und kontra.
Pro und kontra ( 3 Punkte für jeden, sonst sitzen wir morgen noch hier ) 🙂
Fertigmenüs
Pro:
- unterschiedliche Varianten (Sorten); heutzutage kann man bis zu den kleinsten Mengen schauen, was verarbeitet wird; hier das Beste für mich und Hund raussuchen…
- geringer Zeitaufwand
- Abo möglich ( wenig Lagermöglichkeiten)
Kontra:
- teurer als Selbstherstellung
- Unterbrechung der Kühlkette? (Lieferungsverspätung)
- Qualität der Bestandteile ( pflanzlich, tierisch) / bestimmte Gramm- Varianten
Eigenherstellung
Pro:
- Ganz genaues Wissen der Herstellung/ Qualität
- sofortiges eingreifen bei Änderungen ( Krank)
- später geringer Zeitaufwand
Kontra:
- zum Anfang hoher Zeitaufwand
- extra Materialien (zum Beispiel elek. Messer) kaufen
- Menüvarianten sammeln



Zum Schluss möchte ich mal kurz auf Menüvarianten eingehen. Eigentlich muss man sich nicht soviel Gedanken machen. Was mache ich heute, was morgen und übermorgen?
Aber das kennt doch jeder von sich selbst. Was wollen wir morgen zum Mittag essen? Da schaut man doch auch mal im Kochbuch oder im Netz nach, was man so machen könnte. Und genau so ist es auch bei der Zusammenstellung des „Hundemenüs“
Einfach mal in Büchern oder im Netz schauen. Da gibt es sooo viele Menüs die man abkupfern oder auch etwas variieren kann.
Bis denn dann Eure Susi mit 8 Pfoten

